Kinder & Glauben
Unser Denken beeinflusst unseren Körper - und das bis in die letzte Zelle hinein. Dies kann auf bewusste Weise geschehen oder aber über das Unterbewusstsein. Auf der bewussten Ebene können wir wählen, ob und wie wir auf Umweltsignale reagieren möchten. Doch sobald wir unaufmerksam sind, ergreift das Unterbewusstsein die Regie, denn es ist angefüllt mit Glaubenssätzen, die seit frühester Kindheit dort gespeichert wurden.
Kleine Kinder beobachten ihre Umgebung ganz genau und speichern das Weltwissen ihrer Eltern direkt in ihr Unterbewusstsein ab. So werden die Verhaltensweisen und Überzeugungen ihrer Eltern zu ihren eigenen Vorstellungen.
Sind die Eltern beispielswiese davon überzeugt, dass man vor Spinnen Angst haben muss, werden ihre Kinder diese Vorstellung übernehmen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Mathematik, die Ernährung und vieles andere mehr.
Kindliche Gehirne schwingen in einer sehr tiefen Frequenz, durch die sie besonders aufnahmefähig sind, ähnlich wie in einem Halbwach- oder Hypnosezustand. Dies hat zur Folge, dass Botschaften, die wir an unsere Kinder schicken, direkt als Tatsachen abgespeichert werden.
Das Problem dabei ist, dass die in der Kindheit aufgenommenen Informationen nicht bewertet, sondern ungeprüft als Wahrheit übernommen und abgespeichert werden. Dadurch können elterliche Aussagen das Verhalten und die Möglichkeiten eines Menschen ein Leben lang fördern oder auch behindern.
Denken wir an zwei kleine Schüler, von denen der eine vermittelt bekam, er sei ein Taugenichts, während dem anderen gesagt wurde, er könne alles erreichen, wenn er nur wolle. Wer von beiden wird in der Schule besser sein?
Gene weisen also nur auf die Anlagen eines Menschen hin, nicht aber auf sein Schicksal. Wir sollten deshalb darauf verzichten, unseren Kindern unnötige Ängste und einschränkende Überzeugungen einzuimpfen.
Wenn wir dies erkannt haben und an unsere Selbstheilungskräfte glauben, werden unbewusst durch unsere Gedankenkraft Gene aktiviert, die uns in dieser Annahme bestätigen. In diesem Sinne sind wir die eigenen Schöpfer unseres Lebens.
.Dr. Bruce H. Lipton, Stanford Universität
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