Stress 

Endlich wieder am Urlaubsort, an dem wir uns das letzte Jahr so wohl fühlten - oder - neu verliebt und zu tausend Dingen gleichzeitig aufgelegt und nichts tut mehr weh!!Aber danach ... wieder eine Woche im Alltag ... Stress!

Wie kommt das? 

Wenn wir etwas erleben, wird die äußere Situation innerhalb einer halben Sekunde zu einem inneren Bild geformt und in der kurzen Zeit auch zugleich bewertet. Dieser Vorgang läuft zwischen fünf verschiedenen Gehirnzentren ab:

  1. Verarbeitungszentrum (bewusst im Stirnhirn)
  2. Erinnerungsspeicher (bewusst im Gefühlszentrum)
  3. Gefühlsspeicher (teilbewusst im Gefühlszentrum)
  4. Alarmspeicher (unbewusst im Gefühlszentrum)
  5. Reflexzentrum (unbewusst im Stammhirn)

Ob nun eine Situation friedlich oder gefährlich erscheint, hängt von bewerteten Vorerlebnissen der Vergangenheit ab, die im Gefühlszentrum gespeichert sind. Dieser Abgleich geschieht in der besagten halben Sekunde.

Vorerlebnisse können freudige und gut gelungene Erlebnisse sein, die wir in der Regel auch gut in Erinnerung haben. Sie können aber auch - abgelegt im Alarmspeicher - erlebte  Niederlagen, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Stress und Schmerz, auch unangenehme oder gar angstbesetzte und lebensbedrohliche Erfahrungen der Vergangenheit sein.


 Angenehme Erinnerungen behalten wir gern, unangenehme Erinnerungen dagegen versuchen wir gern zu vergessen. Nur - sie können sich nicht in Luft auflösen, sondern summieren sich unbemerkt zu unbewussten Inhalten des Alarmspeichers.

 Diese gesamt gespeicherten Vorerfahrungen (bewusst wie unbewusst) beeinflussen nun die  Situationsbewertung vor...sichtig. Unter dieser Vor-Sicht brauchen wir dann nur einen kleinen Teil einer Situation zu sehen, vergleichen diesen unbewusst mit unseren gespeicherten Vorerfahrungen und schlussfolgern die Situation schon im voraus inklusive des Ausgangs und bevor die ganze Situation überhaupt Wirklichkeit ist.

Wenn nun unangenehme Vorerfahrungen in Vergessenheit geraten, sind sie dennoch im Alarmspeicher mit allen dazugehörigen Gefühlen gespeichert (unerreichbar und unlöschbar). Innere Alarmsignale in heutigen Situationen empfinden wir dann als Ah-nung, Unwohlsein, als Kopf- oder Bauchweh, oder der Rücken schmerzt ganz einfach.

Alarmzustand Stress

Wenn jetzt Verarbeitungs-, Erinnerungs- und Gefühlszellen des Gehirns wegen Vorerfahrungen zu dem Ergebnis kommen, dass Gefahr droht, wird die Leitung komplett an das Alarmzentrum abgegeben. Dieses setzt daraufhin große Mengen an Stresshormonen frei, mit denen unser Reflexzentrum aktiviert wird.

Dies Zentrum ist unser ältester Gehirn-bereich. Es ist für das Überleben wichtig, damit wir - wie seit Jahrtausenden schon - für Kampf oder Flucht vorbereitet sind.  

Es sendet weitere Stresshormone in den Körper. Diese aktivieren den Puls, Kreislauf, Blutdruck und die Atmung. Gleichzeitig werden - schneeballartig - weitere Sofort-Reaktions-Gene aktiviert, die in der Folge unsere Alarmzellen im Gehirn weiterhin  aktiv halten.

Alltag

 Kommt dieser Alarm nun öfter vor, verstärken sich im Gehirn die Zell-Verbindungen für Alarm und gewinnen mit der Zeit die Oberhand gegenüber Zell-Verbindungen zur Problemlösung. Künftig neue Situationen werden dann zunehmend immer vorsichtiger als Gefahr gesehen – Stress ohne Erholung entsteht dauerhaft.

Psychosomatische Folgen

Früher haben wir diese vielen Stress-Hormone in die Umwelt abgegeben. Sie unterstützten uns mit guter Kampfleistung zum Überleben oder verhalfen zur schnellen Flucht. Heute jedoch sind wir zur Anpassung genötigt und haben übermäßige Reaktionen für uns (in uns) zu behalten. Damit verbleibt dieser Stress-Cocktail in unserem Körper, weil er nicht nach außen abreagiert werden kann.

Die Folge davon ist der Kampf nach innen ohne Abbaumöglichkeit nach außen - also Kampf gegen den eigenen Körper. Zunehmend spürbar wird dies durch die allgemeine Schwächung des Leistungsvermögens, aber auch durch Spannungskopfschmerzen, der gestörten Nachtruhe, der nervösen Verdauung oder auch durch zunehmenden Bluthochdruck bis hin zu möglichen Organschäden.

Diese Anwendungen könnten helfen: 

Klärung der stressauslösenden Situationen, Craniosacrale Entspannung, Verhaltenstherapie, Bioresonanz Kinesiologie, Situationstraining, Coaching, Systemaufstellung, Schüßler Salze, Bach Blüten, BrainGym-Übungen etc.

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